Sieg und Niederlage für die Landesliga-Baseballer der Augsburg Gators

Patrick Abrante und die Augsburg Gators 2 ohne Fortune gegen die Gauting Indians 2 (Bild: Sport in Augsburg)

Spieltag 2 der Landesliga Südwest. Die Augsburg Gators 2 empfingen die zweite Garde der Gauting Indians. Beide Teams hatten ihre Aufgaben am ersten Spieltag souverän gelöst. Gauting hatte das Team der München Caribes 3 zweimal mit Mercy-Rule besiegt, die Augsburger waren zweimal in Steinheim erfolgreich. Es trafen also zwei ungeschlagene Teams aufeinander. Dennoch war allen Akteuren anzumerken, dass sie noch weit von ihrer Normalform entfernt sind. Zu lange war die Trainings- und Spielpause – bedingt durch den Corona-Lockdown.

Gators überrollen die Indians in Spiel 1, Pfeiler und Hörmann überzeugen

Beide Mannschaften starteten nervös in die Defense, die Folge waren zwei Runs für die Gäste, die die Gators jedoch noch im ersten Inning postwendend durch einen gut ausgeführten „Hit and Run“-Spielzug (Patrick Abrante und Christoph Stegmiller) ausgleichen konnten. Einem punktelosen zweiten Inning folgten zwei furiose Abschnitte, in denen die Gators je fünf Runs erzielten und das erste Spiel vorzeitig durch die Mercy-Rule zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Erfolgsgarant war einmal mehr Florian Pfeiler, der als Pitcher über vier Innings nur einen Walk und lediglich vier Hits der Gäste zuließ. In der Offensive überzeugte vor allem Markus Hörmann, der zwei seiner drei Schlagchancen zu Basehits verwandeln konnte und dabei zwei RBIs zum Gesamtergebnis beisteuerte.

Kawaguchi erwischt rabenschwarzen Tag

Trotz dieses hohen Sieges war die Ansage des Coaching-Staffs an die Mannschaft klar und deutlich: Kein Gegner darf unterschätzt werden, egal wie hoch man vorher gegen diesen gewonnen hat. Die Worte schienen jedoch nicht zu fruchten, denn die Augsburger präsentierten sich im zweiten Spiel des Tages unorganisiert und unkonzentriert.

Nachwuchsspieler Yuma Kawaguchi hatte in diesem Spiel auf dem Mound das Vertrauen der Coaches erhalten (Catcher: Kai Roßkopf) und erwischte leider keinen guten Tag. Gleich in Durchgang Eins kamen die Indians zu sechs Runs und der junge Werfer musste fünf Hits einstecken – darunter ein Two-Run-Homerun. Die Gators dagegen blieben weiter zahnlos und fanden am Schlag zunächst kein Mittel gegen den gerade erst 16-jährigen Nachwuchsspieler aus Gauting auf dem Werfer-Hügel.

Pitcher der Indians hält Augsburgs Offensive in Schach

Das zweite Inning ließ die Hoffnung der Fuggerstädter dann jedoch kurz aufkeimen. Mit vier Runs konnte der Abstand zumindest auf drei Punkte verkürzt werden. Gauting hatte zwischenzeitlich noch einen weiteren Run erzielt. Doch dieses Zwischenhoch in der Offensive der Gators sollte nur ein kurzes Strohfeuer bleiben. Die Angreifer der Augsburger fanden am Schlag kein Mittel gegen den gut aufgelegten Pitcher.

Es folgten zwei Innings ohne Runs. Augsburg hatte zwischenzeitlich den Werfer gewechselt. André Hihler hatte für Yuma Kawaguchi übernommen. Dieser Wechsel hatte sich zunächst ausgezahlt. Der Linkshänder bestimmte fortan das Geschehen. Im letzten Inning musste Hihler jedoch noch einmal drei Runs der Indians zulassen.

Aufholjagd kommt zu spät

Die Gators mussten im letzten Inning nun einen Sieben-Punkte-Vorsprung aufholen, um gleichzuziehen. Doch die Aufholjagd sollte trotz fünf Runs zu spät kommen. Beim Stand von 11:9 holte sich Gauting das entscheidende dritte Aus und entschied das zweite Spiel für sich.

Das Fazit fällt etwas geteilt aus. Die Augsburger hätten das Zeug gehabt, auch Spiel 2 für sich zu entscheiden. Elf Strike-Outs alleine im zweiten Spiel sprechen eine deutliche Sprache. Die Schlagdurchgänge waren oftmals auch zu kurz, um die Defense der Indians wirklich unter Druck setzen zu können. Zudem wirkte die Mannschaft unorganisiert und zeigte selten den entscheidenden Willen, das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden zu wollen.

Wie geht es weiter?

Die Sommerferien sind da. Es steht nun eine Spielpause von fünf Wochen an, ehe die Gators am 12. September die Royal Bavarians aus Füssen empfangen.

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