Die letzten drei Spieltage zeigten, dass die Gators in den Playoffs zwar immer mithalten konnten, aber zwei Siege aus acht Spielen sind oberflächlich betrachtet eine eher nüchterne Bilanz. Trotzdem trifft man an den Spieltagen häufig auf einen sehr gut aufgelegten Headcoach Max Mommer. Denn in den Playoffs zeigt sich immer mehr das neue Gesicht der Augsburg Gators. Wo vor nicht mal drei Jahren noch regelmäßig vier Ü40 Spieler die Hauptlast geschultert haben, sieht Mommer nun die Nachwuchsspieler in die erste Reihe vorrücken.
So nimmt sich Max Mommer selbst in den Playoffs größtenteils zurück und auch die anderen Veteranen wie Andreas Rucker, David Zazzaretta und Robert Vojnic überlassen (tw. verletzungsbedingt) nun immer mehr dem Nachwuchs den Vortritt. Dass dabei das ein oder andere Spiel nicht ganz nach Plan verläuft ist dabei eingerechnet und gehört zur Lernerfahrung dazu. So konnte man nach den Auftaktniederlagen gegen die Gauting Indians zuhause gegen Lauf und Fürth jeweils einen Sieg per Walk-Off-Hit (Eli Bergen und Carl Stuhler) für sich entscheiden. Beim Auswärtsspiel am vergangenen Sonntag konnte man aber trotz guter Leistung keinen Win einfahren.
Aber auch in Fürth haben die Jungen wieder gezeigt was in ihnen steckt. Carl Stuhler geht inzwischen wie selbstverständlich auf den Mound und behauptet sich auch gegen eine der stärksten Offensiven der Liga. Dass dabei auch mal ein Grand-Slam Homerun passiert ist zwar ärgerlich, aber er zeigte auch in diesem Spiel, dass was der Trainer sehen wollte: Kontrolle und eine robuste Einstellung.
Auch andere haben diese Saison den nächsten Schritt gemacht: Leadoff Max Waldschmidt setzt mit seiner Offense, seinen Bunts und seinem Speed regelmäßig die Verteidigung des Gegners unter Druck. Frederic Himmelhan hat Andreas Rucker inzwischen das zweite Spiel als Catcher abgenommen und glänzt derzeit in den Playoffs mit dem höchsten Schlagdurchschnitt der Mannschaft. Yuma Kawaguchi gehört inzwischen zu den sichersten Shortstops der Liga und zeigte speziell in der Hauptrunde mit einem .450er Batting Average, dass er zurecht in der Mitte der Gators LineUp zu finden ist. Fabio Zazzaretta kämpft zwar dieses Jahr am Schlag, ist aber immer noch der beste Powerhitter den die Gators haben, wie sein Homerun ins Opposite-Field beim Heimspiel gegen Lauf gezeigt hat. Steffen König hat sich als Pitcher wieder weiterentwickelt und sich so als der Starter des ersten Spiels etabliert. Und auch die nächste Generation rückt mit Marc Giucoanne nach.
Der Kader ist nun so tief und jung wie es in den letzten 8 Jahren nicht mehr der Fall war. Deshalb kann Max Mommer mit der ein oder anderen Niederlage in den Playoffs leben. Aber noch sind nicht alle Spiele gespielt. Am Sonntag den 28.9. geht es noch zum Auswärtsspiel zu den Laufer Wölfen und am Samstag den 11.10. kommt es zum Saisonabschluss beim Heimspiel gegen Gauting 2.






